Montag, 13. Februar 2012

Nun bin ich also gelandet


Pünktlich um 17:00 Uhr startete ich mit Aegean Airlines in Richtung Heraklion und werde wohl nie mehr diese Aussicht vergessen. Der 35-minütige Flug über Milos nach Kreta wurde ausschließlich von Sonnenschein begleitet. Im Anflug auf Kreta flogen wir hunderte Meter entlang der Küste mit Sicht auf den schneebedeckten höchsten Berg Kretas, den Psiloritis.







Schließlich landeten wir und nachdem ich meinen geliebten Koffer in die Arme schließen konnte, empfang mich auch schon Vasso. Elina kam etwas später per Auto samt ihrem Freund Tasso (ich weiß nicht, ob das die richtige Schreibweise ist ;-)).
Alle samt fuhren wir gen Hotel, wo mein Apartment auf mich wartete. Während der Fahrt kamen jedoch Zweifel, ob ich mir die richtige Unterkunft rausgesucht habe, da Elina und Vasso mir sagten, dass 300 Euro für diese Saison viel zu viel wären. Kurzerhand redeten wir mit Giorgos und Maria vom Hotel und sie gewährten mir für 200 Euro ein Zimmer. Da das Hotel jedoch auch sehr weit vom Stadtzentrum sowie von der Universität entfernt ist, einigten wir uns darauf, dass ich die erste Woche nach einer neuen Unterkunft suchen kann und danach entscheide, wo ich bleiben möchte.
Ich packte also meinen Koffer in mein Zimmer und los gings in das Zentrum von Heraklion. Dort fielen mir zunächst die vielen Plakate auf der πλατεία auf: Auch hier auf Kreta demonstrieren die Griechen gegen die EU und die Regierungen von Deutschland und Frankreich. Daher auch die vielen Polizisten in kompletter Montur vor dem Rathaus und überall, wo viele Menschen aufeinander treffen.
Wir entschieden uns zunächst für Gyros mit Pommes im Pitabrot. Sehr lecker aber auch sehr gehaltvoll. Anschließend zog es uns in ein Cafe/ eine Bar, wo wir eine ζεστή σοκολάτα tranken und Uno spielten. Im Übrigen eine super Gelegenheit die Farben μπλε, κόκκινο, πράσινο und κίτρινο zu üben.
Nachdem ich mich doch für eine Runde Schlaf entschied, fuhr leider kein Bus mehr nach Ammoudara zu meinem Hotel, so dass ich mich in ein Taxi setzen musste. Der Taxifahrer fragte mich auch direkt nach meiner Herkunft und antwortete mit einem „oouuuuhhhh“, bei dem er die Stirn runzelte. Das wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein!
So ging ich in mein Zimmer, machte mein Bett fertig und versuchte zu schlafen.
Nach einer sehr kalten und unruhigen Nacht wachte ich gegen 12 Uhr auf und nahm eine kalte Dusche. Leider hat das Hotel nur Wasserkanister auf dem Dach, welche durch die Sonne erhitzt werden. Heute früh jedoch schien keine Sonne, weshalb mir nichts anderes übrig blieb als das kalte Nass über mich ergehen zu lassen.
Schließlich holte Elina mich ab und wir fuhren zu ihrer Wohnung, wo sie mir neben ihrer auch ihre Nachbarwohnung zeigte, die gerade frei wurde. Zwar ohne Möbel war diese Wohnung ein Traum. Eine wunderschöne neue Küche (besser als meine in Leipzig), ein sehr schönes Bad, Einbauschrank im Schlafzimmer, riesiger Balkon.
Da dieses Haus Elinas Eltern gehört, überzeugte sie diese und sie möblierten mir nun die Wohnung, sodass ich bereits nach dem 1. Tag in Heraklion die Unterkunft wechselte.
Nun wohne ich also Tür an Tür mit Elina (und Tasso) und würde am liebsten die Wohnung mit nach Leipzig nehmen (inklusive Aussicht).











Am Abend traf ich mich mit Vasso und ihrem Freund an der πλατεία. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da auch hier viele Menschen demonstrierten. Wir gingen schließlich in eine Art Taverna, wo man leckeren Wein und viele kleine Vorspeisen genießen kann. Als kostenlose Zugabe gab es Dessert: eine Art Kräppelchen mit Schokosoße und Schokokuchen (ein Traum!!!). Das wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein!!!



Anschließend gingen wir in eine Rockbar, tranken Bier und trafen 2 Kommilitoninnen von Vasso und Elina, wobei sich herausstellte, dass eine der beiden meine Projektpartnerin des Praktikums an der Uni ist. Sie nahm mich schließlich in ihrem Auto mit und brachte mich glücklich und leicht angeheitert nachhause. Im Treffenhaus wünschte mir Elina καληνύχτα ...
Heute nun fuhren wir zur Πανεπιστήμιο in Voutes/ Heraklion mit dem Campus für Biologie, Chemie, Physik und Medizin. Mathematik und Informatik ist in Knossos und alle Geisteswissenschaften befinden sich in Rethymno.
Die Chemie liegt auf einem Hügel und ist ein älterer Neubau, etwas steril und durch die aktuelle Situation mit Graffitis bemalt.
Ein großes Problem auf Kreta sind Straßenhunde und besonders an und in der Uni. So sitze ich gerade im Foyer der Chemie und zwei Hunde laufen hier rum, wühlen in den Mülleimern und lassen sich von den Studenten streicheln. Für mich ein total befremdliches Bild.






So warte ich jetzt darauf, dass es endlich 12 Uhr wird und ich im ERASMUS-Büro alles regeln kann und Prof. Katerinopoulos kennenlerne. Jetzt wird es ernst....waaahhh!

2 Kommentare:

  1. Klasse, dass du gleich so eine super neue Unterkunft gefunden hast. In der Nähe von Bekannten zu sein, ist sicher nicht schlecht für den Start in einem neuen Land. Hoffe und bin mir sicher, dass du auch so schnell dann in der Uni Fuß fassen wirst!
    Ganz liebe Grüße aus Jena :)

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    1. ja, ich hatte wirklich Glück! Elina (die blonde vom Foto) nimmt mich jetzt auch für die erste Zeit im Auto mit zur Uni! Also das Erlebnis Busfahren muss noch ein bisschen warten ;-)
      An der Uni sind alle total nett zu mir....auch wenn ich ihnen sage, dass ich aus Deutschland komme. Sie fragen mich nur immer, was ich von Griechenland halte....was soll man darauf sagen?
      Im Labor gehts erst nächste Woche richtig los, also habe ich noch ein bisschen Zeit mich einzugewöhnen.

      Auch ganz liebe Grüßchens aus Iraklio!

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